Für Museen und kulturelle Institutionen

Raphy Dallèves
2028

Das 150. Geburtstagsjubiläum eines modernen Primitiven — und die Gelegenheit, ihm das Licht zurückzugeben, das er dem Wallis geschenkt hat.

Das Projekt

Eine Akte wiedereröffnen. Ein Werk neu verorten.

Das Année Dallèves 2028 verfolgt ein doppeltes Ziel: das Werk in den Kontext des europäischen Symbolismus zu stellen — wo es hingehört, neben Vallotton, Hodler und den Schweizer Malern von Paris — und die noch fehlenden wissenschaftlichen Werkzeuge zu schaffen: ein Werkverzeichnis, eine kritische Publikation.

Das 150. Jubiläum ist der einzige Moment, in dem die verstreuten Werke zusammengeführt werden können. Jetzt, oder in fünfzig Jahren.

2028 feiert die Schweiz 150 Jahre seit der Geburt von Raphy Dallèves. Das Jubiläum trägt eine starke Geschichte: Das Museum, das sein Vermächtnis in seinem Namen errichten sollte, wurde nie gebaut. Seine Werke begründeten das Museum für alle Walliser und gerieten dann in das, was Elsig „relative Vergessenheit" nannte. 2028 ist der Moment, das Begonnene zu vollenden.

Der Künstler

Ein Zeitgenosse des Kubismus, der das Quattrocento wählte.

Raphy Dallèves (Sitten, 1878–1940) begegnete dem europäischen Modernismus nicht mit Bruch, sondern mit bewusster Rückkehr: Eitempera, Blattgold und die klare Linie des Quattrocento, im Dienst der alpinen Bauernwelt des Val d'Hérens. Der Kunsthistoriker Frédéric Elsig (Universität Genf) bezeichnete ihn als „modernen Primitiven."

Ausgebildet in Paris (Académie Julian, École des Beaux-Arts, 1899–1905), wurde er 1913 zum Assoziierten der Société nationale des Beaux-Arts gewählt und vertrat die Schweiz in München neben Hodler, Amiet und Giacometti. Bei seinem Tod 1940 vermachte er rund 200 Werke der Stadt Sitten und dem Kanton Wallis — die Gründungssammlung des Musée cantonal des beaux-arts du Valais (1947).

„Ein moderner Primitiver." Frédéric Elsig, 1999

Öffentliche Sammlungen

Ein Werk verteilt auf bedeutende Schweizer Institutionen.

Musée d'art du Valais
Sitten — Kern des Vermächtnisses von 1940 (Le Lavoir d'Hérémence, Maternité à Hérémence…)
Aargauer Kunsthaus
Aarau
Schweizerisches Nationalmuseum
Schloss Prangins
Musée d'Orsay
Künstlerverzeichnis, Eintrag 127859
Gemeinde Sitten
Kantonsbibliothek Wallis · Bischöfliche Residenz · Bundesgericht · WKB
CHF 156 000 Auktionsrekord — Portrait einer Walliserin, 1916, Eitempera. Markt hauptsächlich bei Koller (Zürich) und Dobiaschofsky (Bern). Die Seltenheit ist strukturell: Das Gros des Werks befindet sich in öffentlichem oder Familienbesitz.

Wissenschaftliche Grundlage

Eine gesicherte Bibliografie, ein Verzeichnis zu vervollständigen.

Was die Familie bereitstellt

Rund 40 Werke stehen als Leihgaben zur Verfügung.

Darunter mehrere bedeutende, selten oder nie gezeigte Werke — u. a. Les Chèvres (Eitempera, 135 × 260 cm). Folgende Bedingungen gelten für alle Leihgaben.

Die Komponenten des Projekts 2028

Ausstellung · Werkverzeichnis · Publikation

I

Ausstellung

Eine Soloausstellung in einer führenden Institution, die Familienwerke, die BCVS-Sammlung (7 Werke) und Leihgaben aus öffentlichen und privaten Sammlungen vereint. Geplante Dauer: drei Monate, 2028.

II

Werkverzeichnis

Erstes vollständiges kritisches Inventar des Werks. Akademisches Projekt mit Kunsthistorikern, Studierenden und der Partnerinstitution.

III

Publikation

Begleitband mit Beiträgen von Spezialisten des Schweizer Symbolismus und der École de Savièse.

Projektträger

Eine Initiative der Familie Dallèves.

Das Année Dallèves 2028 ist eine Initiative der Familie des Künstlers, in Zusammenarbeit mit Spezialisten der Walliser Kunst und der École de Savièse. Wir suchen eine Partnerinstitution für die zentrale Ausstellung.

Dokumente zum Herunterladen

Die Dokumentation, mit einem Klick.

Kontakt

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